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Interviews

Peter Schulthess

Interview mit Prof. Dr. med. Ulrich Schnyder und Prof. Dr. Franz Caspar

Die Schweizer Charta für Psychotherapie ist im Januar 2008) auf Anregung des damaligen Präsidenten, Prof. Dr. Ulrich Schnyder, der IFP (International Federation for Psychotherapy) beigetreten. Damit wurden auch sämtliche Gliedorganisationen der Charta sowie die ihnen angehörenden psychotherapeutischen Einzelmitglieder IFP-Mitglieder und erhalten jährlich ein Mitgliederzertifikat. Die (IFP) ist ein internationaler Fachverband qualifizierter PsychotherapeutInnen. Er ist die älteste weltumfassende Dachorganisation für Psychotherapie. Er wurde in den Dreissigerjahren von C.G. Jung gegründet und hat seither fast immer eine gute Schweizer Vertretung gehabt (Präsidenten Boss, Schneider, Heim, Ulrich Schnyder (2002-2010), Franz Caspar (seit 2010).

Im Juni 2010 führte die IFP in Luzern ihren 20. Weltkongress für Psychotherapie durch, gemeinsam mit dem Jahreskongress der FMPP (Verbindung der psychiatrisch-psychotherapeutisch tätigen Ärztinnen und Ärzte der Schweiz).Im Rahmen dieses spannenden und vielseitigen Kongresses fand auch die Mitgliederversammlung der IFP statt, wo es zu einem Präsidiumswechsel von Prof. Dr. Ulrich Schnyder zu Prof. Dr. Franz Caspar kam.

Anlass genug, mit dem scheidenden und dem neuen Präsidenten je ein Interview zu führen. Die Fragen stellte Peter Schulthess.

 

Sehr geehrter Herr Professor Schnyder,

Sie waren von 2002 bis 2010 Präsident der IFP und haben am 18. Juni dieses Amt an Professor Franz Caspar übergeben. Aus diesem Anlass möchten wir Ihnen einige Fragen stellen.

Was sind die Ziele der IFP?

Die IFP ist eine globale, weltumspannende Dachorganisation für Psychotherapie. Ihre Mitglieder sind Fachgesellschaften und Institutionen, aber auch individuelle Psychotherapeuten aus der ganzen Welt. Die IFP setzt sich für hohe berufliche und ethische Standards in der klinischen Versorgung, in der Psychotherapie-Forschung und auch in der Aus-, Weiter- und Fortbildung ein. Insbesondere unterstützt die IFP einen weltweiten interkulturellen und interdisziplinären Dialog zwischen Psychotherapeuten, Psychotherapieforschern, psychothera-peutischen Orientierungen und Traditionen, und angrenzenden Wissenschaften. Sie bietet eine Plattform für die Entwicklung von Theorien, Methoden und Behandlungsansätzen, und sie unterstützt die Integration psychothera-peutischen Denkens in klinischen und nicht-klinischen Berufsfeldern.

Was waren Ihre persönlichen Wünsche und Ziele, als Sie damals Ihr Präsidium antraten?

Mein wichtigstes Anliegen war es, zu einem Klima des wechselseitigen Respekts beizutragen: In der internationalen Arena geht es meiner Meinung nach in erster Linie darum, voneinander zu lernen. Die Globalisierung unserer Welt hat dazu geführt, dass wir nur dann gute Psychotherapie betreiben können, wenn wir uns fortlaufend für unseren eigenen wie auch für den kulturellen Hintergrund unserer Patienten interessieren. „Mutual learning“ und „culture-sensitive psychotherapy“ sind hier die Stichworte, für die ich mich während meiner Präsidentschaft eingesetzt habe.

Was konnten Sie erreichen, was in die Wege leiten und was ist allenfalls nicht gelungen?

Ich glaube, ich allein habe gar nichts erreicht. Alles, was erreicht wurde, wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Board und dem Council der IFP erarbeitet. Dafür möchte ich insbesondere den Mitgliedern des Board ganz herzlich danken. Wir haben zunächst einmal unsere Hausaufgaben erledigt: Wir haben die Statuten revidiert und ein „mission statement“ erarbeitet. Wir haben eine neue Website aufgebaut und einen modernen Newsletter ins Leben gerufen, der 2x/Jahr herauskommt. Schritt um Schritt haben wir grössere Fachgesellschaften als Mitglieder gewonnen (unter anderem auch die Charta!), und damit die IFP auch finanziell auf eine solidere Basis gestellt. Im asiatisch-pazifischen Raum war die IFP besonders aktiv. Leider ist es uns nicht gelungen, in den USA stärker Fuss zu fassen.

Wenn Sie auf Ihre Präsidentschaft zurückschauen: Wie zufrieden sind Sie mit dem Erreichten? Was waren Highlights, was allenfalls auch Enttäuschungen?

Ich blicke mit grosser Dankbarkeit auf diese Zeit zurück, hauptsächlich, weil ich durch die Arbeit für die IFP gelernt habe, wie vielfältig die Psychotherapie in den verschiedenen Kulturen unserer Welt ausgestaltet ist. Die IFP hat mir geholfen, meinen aufgrund meiner eigenen kulturellen Eingebundenheit beschränkten Horizont immer wieder in Frage zu stellen, zu relativieren und hoffentlich auch ein wenig zu erweitern. Highlights waren zum einen die enge Zusammenarbeit mit Giovanni Fava, dem Chefredaktor unserer offiziellen Fachzeitschrift „Psychotherapy and Psychosomatics“, bei der wir im Jahr 2010 ja auch das von unserem past president Edgar Heim geschriebene Supplementum zum Thema “Development of Psychotherapy - Establishment of the International Federation for Psychotherapy (IFP) and Other Organizations” publizieren konnten. Und dann natürlich der 20. Weltkongress im Juni 2010 in Luzern, der aus meiner Sicht wirklich ein sehr schöner Erfolg war!

Was für Wünsche haben Sie für die weitere Entwicklung der IFP?

Dass sie weiterhin einen Beitrag zur Stärkung und Weiterentwicklung der Psychotherapie als wissenschaftlich fundierte Disziplin, und zur besseren Verständigung unter den Fachleuten leisten wird, die in diesem faszinierenden Berufsfeld tätig sind! Und unserem neuen Präsidenten Franz Caspar wünsche ich viel Erfolg, aber auch viel Freude mit dem neuen Amt!

Ich danke Ihnen für dieses Interview und wünsche Ihnen alles Gute für Ihre weiteren Aktivitäten im Feld der Psychotherapie.

 

Sehr geehrter Herr Professor Caspar,

Sie wurden am 18. Juni 2010 zum neuen Präsidenten der IFP gewählt. Herzliche Gratulation.

Aus diesem Anlass möchten wir Ihnen einige Fragen stellen.

Die IFP ist eine internationale Fachgesellschaft für Psychotherapie, die vom Psychiater von C.G. Jung gegründet wurde. Sie hiess einst „International Federation for Medical Psychotherapy“ und war eher auf westeuropäische Länder fokussiert. In den 90er Jahren erfolgte eine Öffnung einerseits zur nichtärztlichen Psychotherapie und andererseits nach Osteuropa und andere Kontinente. Mit ihren neuen Statuten gab sie sich entsprechend den neuen Namen „International Federation for Psychotherapy“. Mit Ihrer Wahl steht nun zum ersten Mal ein Psychologe und nicht ein Mediziner der Gesellschaft vor. Was bedeutet das für Sie?

Für mich bedeutet das eine erfreuliche Öffnung und Anerkennung. Psychotherapie wird heute zum grossen Teil von Psychologinnen und Psychologen praktiziert. In den USA z.B. hat wohl die Mehrheit der Psychiater ihr Interesse an Psychotherapie verloren, zu Unrecht und zum Nachteil vieler Patienten, wie ich meine. Psychotherapieforschung wird heute zum grössten Teil von Psychologen gemacht. Die Präsidentschaft der IFP auch einmal einem Psychologen anzuvertrauen ist konsequent und zeugt von einer Bereitschaft, nicht standespolitische Überlegungen voranzustellen. Das ist ganz sicher mit der Person von Ueli Schnyder verbunden und seinem vorwärts-strebenden, nicht ängstlich-bewahrenden Charakter. Ich habe im übrigen inzwischen von mehreren psychiatrischen Mitgliedern gehört, sie hofften, ein Psychologe könne besser helfen, einer Biologisierung des Feldes Paroli zu bieten.

Aus der Zeit der Neuausrichtung der IFP während der Präsidentschaft von Prof. Edgar Heim ist überliefert: “The IFP is an international inter-professional cross-cultural federation. The IFP does not pursue profession-oriented politics. The goal of the IFP is to facilitate and promote international communication among the various schools, professional groups and cultures within psychotherapy. The IFP encourages and supports development within psychotherapy corresponding to the specific requirements and necessities of the various continents, regions and cultures.” Wird dies auch unter Ihrer Präsidentschaft so bleiben oder zeichnet sich ein Wandel ab, dass die IFP in Zukunft auch berufspolitische Aktivitäten entfalten möchte, etwa im Sinne, dass weltweit Regulierungen entstehen sollen, welche die Psychotherapie auf einen medizinischen oder psychologischen Beruf einschränkt?

Berufspolitik ist für mich keine primäre Aufgabe der IFP. Ein Engagement in diese Richtung müsste begründet sein in der Sorge um die Qualität der psychotherapeutischen Versorgung. Wenn z.B. in einem asiatischen Land, das bisher keine gesetzlichen Regelungen für die psychotherapeutische Praxis hatte, Praktiker zugelassen werden sollten, deren Ausbildung klar zu wenig von dem enthält, was heutzutage als Basis guter Psychotherapie angesehen werden muss, und wenn ein nationaler IFP-Mitgliedverband uns darum bitten würde, würden wir wohl Stellung nehmen. Ich nehme an, Ihre Frage enthalte implizit auch die Frage, ob ich die IFP für die seit Langem in der Schweiz schwelenden berufspolitischen Auseinandersetzungen benutzen will. Die Antwort ist nein. Ich begrüsse zwar die Mitgliedschaft der FSP in der IFP, die Idee kam aber nicht von mir, und ich habe mich bei der konkreten Abwicklung bewusst zurückgehalten. Es gab nicht einmal ein einziges Telefongespräch im Hintergrund, um in irgend einer Weise Einfluss zu nehmen. Dass nur die Psychotherapeuten in der FSP Mitglieder werden sollten, habe ich übrigens von Anfang an gefunden, aber auch in dieser Frage keinen Einfluss genommen.

Was ist aus Ihrer Sicht der Vorteil, wenn die IFP sich berufspolitischer Aktivitäten enthält und sich konzentriert auf den „inter-professional and cross-cultural exchange“ zur psychotherapeutischen Praxis, Theoriebildung und Forschung?

Es ist ein gutes Prinzip auch der Society for Psychotherapy Research, deren Past President ich bin, sich nicht in nationale oder lokale Querelen einzumischen. Da die berufspolitische Situation sich von Land zu Land stark unterscheidet, wäre ein stärkeres berufspolitisches Engagement, ein Sich-Einspannen-Lassen für nationale Interessen, nicht im Interesse der meisten Mitglieder. Fälle wie im obigen Beispiel wären, falls sie überhaupt je vorkommen, eher die Ausnahme.

2008 ist die Schweizer Charta für Psychotherapie der IFP beigetreten, 2010 auch die FSP. – Bemerkenswert, dass diese beiden Schweizer Organisationen im selben internationalen Verein sind! Die Charta setzt sich dafür ein, dass die Psychotherapie sich zu einer eigenständigen Wissenschaft entwickeln kann, während die FSP die Psychotherapie als Psychologischen Beruf versteht (und natürlich aufgrund der gegebenen Verhältnisse akzeptiert, dass es auch eine ärztliche Psychotherapie gibt). Sie selber haben sich im Verbund mit den anderen ProfessorInnen für Klinische Psychologie an den Schweizer Universitäten im Rahmen des Gesetzgebungsverfahren zum Psychologieberufegesetz (PsyG) dafür eingesetzt, dass die Psychotherapie als Psychologischer Beruf zu regeln sei und deshalb der Zugang zur Weiterbildung in Psychotherapie ausschliesslich AbsolventInnen eines Hauptfachstudiums in Psychologie (unter Einschluss der klinischen Psychologie und der Psychopathologie) vorbehalten sein soll. Wird dieses innerschweizerische berufspolitische Engagement des neuen Präsidenten der IFP auch die künftigen Aktivitäten der IFP beeinflussen?

Nein, ich weiss, zwischen Rollen zu trennen. Mein letztes Interview habe ich für einen deutschen Psychotherapeutenverband gegeben. Ich habe dort das System der Richtlinientherapien, das nur Verhaltenstherapie und tiefenpsychologische Verfahren akzeptiert, als Unglück bezeichnet, weil ich eine a priori-Einengung problematisch finde. Viele meiner deutschen Lehrstuhl-Kollegen werden solche Äusserungen nicht gut finden. Unser Beruf muss mit Widersprüchen und Spannungen umgehen. Es war vor meiner Wahl als IFP-Präsident bekannt, welche berufspolitischen Überzeugungen ich habe. Ich werde mich auch in Zukunft frei fühlen, als Lehrstuhlinhaber Positionen zu vertreten, die nicht allen IFP-Mitgliedern schmecken, ebenso wie ich mir von Lehrstuhlkollegen keinen Maulkorb umbinden lasse, wenn es darum geht, in der Society for the Exploration of Psychotherapy Integration (SEPI), in deren Steering Committee ich bin, oder eben in der IFP liberalere Positionen einzunehmen, die sie als verräterisch empfinden. Eine IFP Position zu benutzen, um berufspolitisch zu agieren, wäre aber etwas anderes.

Der 20. IFP Kongress 2010 in Luzern war ein grossartiger und gut besuchter Event. Er lebte nicht zuletzt auch davon, dass die Absicht eines „inter-professional and cross-cultural exchange“ durch die Wahl der Beiträge und Keyreferate ausgezeichnet umgesetzt wurde. Verschiedene ReferentInnen, auch HauptreferentInnen, waren PsychotherapeutInnen mit anderem Erststudium als Psychologie oder Medizin. Zeigt diese Erfahrung nicht auf, wie wichtig es ist, in die Entwicklung der Psychotherapie nicht bloss PsychologInnen und MedizinerInnen einzubeziehen, sondern eben auch Fachleute aus anderen sozial- und humanwissenschaftlichen Disziplinen?

Absolut. Mein Vater war Ethnologe, ich habe im Nebenfach Politikwissenschaft studiert, ein Sohn von mir studiert Religionswissenschaft, all dies und noch viel mehr finde ich relevant für Psychotherapie. Ich sehe mit Sorge, wie einengend das neue Bologna-System bezüglich der Breite eines Studiums geworden ist. Wenn viel schneller gewordene Abschlüsse gefeiert werden, mag ich aus der Perspektive der Frage, was einen guten Psychotherapeuten ausmacht, nicht so recht mitfeiern. Gerade weil das Studium kürzer geworden ist, ist es wichtig zu unterscheiden, was als Grundlage absolut unerlässlich ist, und was auch interessant und wichtig, aber wenn es hart auf hart geht, doch etwas weniger wichtig ist. Unser Wissen um psychotherapierelevante Zusammenhänge in der Psychologie, Neurobiologie und benachbarten Gebieten hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten massiv zugenommen. Das ist in meinen Augen der beste Kern eines Studiums, anderes sollte in einem Prozess des lebenslangen Lernens dazu kommen. Es geht im übrigen auch nicht nur um Inhalte, sondern auch um eine Schulung des Denkens. Medizin und Psychologie haben immerhin gemeinsam das starke Achten auf Interventionen und belegbare Haupt- und Nebenwirkungen. Kongresse wie der Luzerner Kongress sind eine hervorragende Gelegenheit, nicht nur bestimmte Themen inhaltlich darzustellen, sondern auch für die Weiterbeschäftigung mit ihnen zu werben. Der Kongress der Society for Psychotherapy Research Ende Juni in Bern hat übrigens auch "Kultur" als Überschrift. Ich finde, im Luzerner Programm sind die Möglichkeiten eines solchen Kongresses sehr gut genutzt worden. Ein wichtiger Punkt ist in meinen Augen auch die Frage der Weiterentwicklung eines Faches und die Frage, was denn mit praktizierenden Kollegen geschehen soll, die eben der damaligen Zeit entsprechend eine andere Ausbildung genossen haben. In der von mir geleiteten Psychotherapieausbildung beschäftigen wir ausgezeichnete Supervisoren, aber keiner von ihnen, mich eingeschlossen, hat eine so gute Ausbildung genossen, wie unsere Teilnehmer. Damit muss man auch erstmal offen und ehrlich zurecht kommen, dass man Leute supervidiert, die vieles ganz einfach besser wissen. Ich muss auch beanspruchen, dass man mich deswegen als Ausbilder nicht ausbootet. Der Fortschritt wird weitergehen, das hoffen wir sicher alle, Die Tatsache, dass wir unter anderen Voraussetzungen ausgebildet wurden, darf aber nicht unser Bestreben behindern, für den Nachwuchs die bestmögliche Ausbildung anzustreben. Was das ist, da gibt es natürlich unterschiedliche Einschätzungen.

Wie sehen Sie das Verhältnis der IFP zum World Council for Psychotherapy, der anderen weltumspannenden Organisation für Psychotherapie?

Grundsätzlich ist es sicher so, dass Konkurrenz das Geschäft belebt, wenn auch gerade das Verhältnis von FSP und SPV in der Schweiz zeigt, dass sie auch zum Verpassen historischer Chancen führen kann. Der World Council ist eine Realität for better or worse. Wir definieren uns nicht in Abgrenzung zu einem anderen Verband, obwohl es dazu auch einiges zu sagen gäbe. Wir versuchen gute Arbeit zu machen, unsere Mitglieder ebenfalls dafür zu engagieren, und für neue Mitglieder attraktiv zu sein. Dass wir einen stetigen Zustrom haben, zeigt wohl auch, dass das nicht schlecht gelingt. Dass wir inhaltlich und in Bezug auf die Mitgliedschaft an relativ hohen Standards festhalten, soll so bleiben.

Was sind Ihre persönlichen Wünsche und Ziele, die Schwerpunkte, die Sie während Ihrer Präsidentschaft verfolgen wollen?

Ich habe vieles im IFP-Newsletter dargelegt, den Charta-Mitglieder m.W. bekommen:(http://www.ifp.name/pdf/ifp_Newsletter_01_10.pdf). An dieser Stelle möchte ich ganz knapp hervorheben das Engagement für Länder, in denen Psychotherapie noch eine starke Entwicklung vor sich hat, um die gesellschaftliche Funktion zu erfüllen, die ihr zusteht. Der zweitwichtigste Punkt ist wohl ein Engagement für die Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Basis von Psychotherapie und deren Umsetzung. Dass ich dabei ein weiteres Verständnis habe, was gute Wissenschaft ist, als viele Fachkollegen, ist vielfach dokumentiert. Dass ich keine Berührungsängste habe, das sind nicht nur schöne Worte, ich habe das auch vor Jahren mit dem Investment von vielen Samstagvormittagen in einer Charta-Diskussionsgruppe zur Psychotherapieforschung belegt.

 

Ich danke Ihnen für dieses Interview und wünsche Ihnen alles Gute für Ihre Präsidentschaft.

Zu den Personen:

Prof. Dr. med. Ulrich Schnyder ist Chefarzt der Psychiatrischen Poliklinik am Universitätsspital Zürich.
Er präsidierte die IFP (International Federation für Psychotherapy) von 2002-2010.
Kontakt: Ulrich Schnyder <ulrich.schnyder@access.uzh.ch>

Prof. Dr. Franz Caspar ist Leiter der Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie am Psychologischen Institut der Universität Bern. Er präsidieret die IFP (International Federation for Psychotherapy) seit 2010.
Kontakt: Franz Caspar <franz.caspar@psy.unibe.ch>

Peter Schulthess, lic. phil. I, ist Präsident der Schweizer Charta für Psychotherapie, IFP-Council member seit 2009 und WCP Board member seit 2008. Kontakt: Peter Schulthess <praesidium@psychotherapiecharta.ch>

 

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