Einstellung von Psychotherapeut(inn)en zu Psychotherapieforschung

Ursula Margreiter, Michaela Felber

Abstract


Die vorliegende Studie untersucht die Einstellung von Psychotherapeut(inn)en und Personen in Psychotherapie-Ausbildung zu Psychotherapieforschung. Erhoben wurde, worin die Bedeutung von Psychotherapieforschung gesehen wird, ob konkrete Forschungsprojekte oder Studien bekannt sind und wer nach Ansicht der Befragten Psychotherapieforschung durchführen sollte. Die Ergebnisse zeigen eine durchgehend positive Einstellung der Respondent(inn)en zu Psychotherapieforschung, deren Bedeutung primär in den Bereichen „Wirksamkeitsforschung“, „Erhöhung der Akzeptanz nach außen“ und „Weiterentwicklung der Methode“ gesehen wird. Die Hälfte der Befragten erweist sich als gut informiert und kann Forschungsprojekte und Studien zum Thema Psychotherapieforschung oder entsprechende Bücher und Zeitschriften nennen.

Die Kompetenz für Psychotherapieforschung wird schwerpunktmäßig Universitätsinstituten, dem Österreichischen Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) sowie Krankenhäusern und Kliniken zugeschrieben. Das beobachtete beachtliche Interesse an Psychotherapieforschung wird im Sinne eines im Umfeld der Psychotherapie stattfindenden Wandels interpretiert, der bedingt durch verstärkte Auseinandersetzung mit wissenschaftlichem Arbeiten im Zuge der Ausbildung, durch Akademisie-rungsbemühungen der Psychotherapie und nicht zuletzt durch öffentlichen Druck im Zusammenhang mit der Krankenkassenfinanzierung (Stichwort „evidence-based mediane“) zu einer höheren Akzeptanz von Psychotherapieforschung unter Psychotherapeut(inn)en führt.

Schlüsselwörter Psychotherapieforschung; Psychotherapeuten

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