Person-geleitete Verhaltenstherapie - Ein Ansatz für Klinische und Persönlichkeitspsychologie

Heinrich Berbalk

Abstract


Unveräußerliche Voraussetzungen jeder psychologischen Beschreibung und Änderung werden im Rahmen kognitiv-behavioraler und persönlichkeitspsychologischer Ansätze übersehen. Was für tiefenpsychologische und humanistische Ansätze seit jeher gilt, bleibt Stiefkind in kognitiv-behavioraler und pharmakologischer Therapie: 1. die angemessene Berücksichtigung der Gesamtperson, 2. die Weise, in der die Person die vorgefundenen Lebensumstände in ihre innere Lebenswelt aufnimmt, 3. die Kenntnis realer Lebensumstände.

Mitverantwortlich sind unmäßige Lust an Störungsklassifikation, übertriebener Glaube an störungsspezifische Manualtherapien und die „Ehe“ zwischen Störungsklassifikation und Pharmakotherapie.

Berbalks Person-geleitete Verhaltenstherapie begegnet diesem Mangel mit einem eigenen Personmodell für Beschreiben und Verändern. In dem Modell sind Personanteile bipolar und konkurrierend konzipiert. Sie haben für jeden Menschen eine eigene Entwicklung und damit eine einzigartige Struktur und Dynamik.

Berbalks Innerer Globus ist ein Kugelmodell der Person mit den Dimensionen Basis , Liebe und Reife. Berbalks Inneres Universum umfasst die innere Lebenswelt der Person.

Als Methode für Beschreiben und Ändern wurde das Puppeninventar Person-geleiteter Veränderung geschaffen.

Störungen wie auch heilsame Entwicklungen sind Erscheinungen der Person, ihrer Lebenswelt und der Realität.

Schlüsselwörter: Person-geleitete Verhaltenstherapie, Dimensionen der Personanteile, Verhaltensschablone mit anteilsspezifischer Logik des Lösungsweges, innerer Globus der Person (BIG), inneres Universum der Person (BIU), reale Lebensverhältnisse.


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