Ergebnisqualität ambulanter Psychotherapie: Ergebnisse aus der Grundversorgung in der Schweiz

Aureliano Crameri, Margit Koemeda, Volker Tschuschke, Peter Schulthess, Agnes von Wyl

Abstract


Die Ergebnisqualität von ambulanten Psychotherapien aus der Grundversorgung in der Schweiz wurde überprüft. Die untersuchte Stichprobe umfasste 300 Patienten, welche mehrheitlich mit einem tiefenpsychologischen oder humanistischen Therapieverfahren behandelt wurden. Die häufigsten Hauptdiagnosen waren affektive Störungen und Angststörungen; zwei Drittel der Patienten hatten eine oder mehrere komorbide Störungen. Fehlende Outcome-Werte wurden mit der multiplen Imputation behandelt. Die Analyse der Prä-post-Veränderungen zeigte grosse signifikante Effektstärken bei den globalen Massen der psychosozialen Beeinträchtigung und der Symptombelastung. Die Ergebnisse der vorliegenden Stichprobe wurden mit denen aus Effectiveness-Studien verglichen, in welchen das Outcome von kognitiv-behavioralen Behandlungsansätzen evaluiert wurde. Der Vergleich zeigte, dass die Effektivität von humanistischen und tiefenpsychologischen Therapien vergleichbar mit der von evidenzbasierten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Verfahren ist.

Schlüsselwörter: Ergebnisqualität, Routineversorgung, ambulante Psychotherapie, Prä-post-Vergleich, multiple Imputation


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Copyright (c) 2015 Aureliano Crameri, Margit Koemeda, Volker Tschuschke, Peter Schulthess, Agnes von Wyl

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