Selbsterfahrung/Eigentherapie in der Psychotherapie - Konzept, Methodik und erste Befunde eines empirischen Projekts

Anton-Rupert Laireiter

Abstract


Die Arbeit gibt einen Überblick über die Hintergründe, Fragestellungen sowie Methodik und Design eines Projekts und einer empirischen Studie, die zur Erfassung positiver wie negativer Effekte und Erfahrungen von Eigentherapien und Selbsterfahrungen von Psychotherapeuten durchgeführt worden sind. Die Studie wurde mit explorativer Zielsetzung realisiert, in der insgesamt 600 zufällig aus der österreichischen Psychotherapeutenliste ausgewählte Psychotherapeuten zu Ausmaß und (positiven wie negativen) Effekten ihrer Eigentherapien und Selbsterfahrungen befragt wurden. Davon beantworteten insgesamt 100 Personen den Fragebogen, was einem Rücklauf von knapp 18% entspricht. Die Ergebnisse zeigen, dass alle Therapeuten wenigstens eine Eigentherapie absolviert haben (im Schnitt 4, mittlere Dauer insgesamt 600 Std.; Schnitt pro Episode ca. 150 Std.) und dabei sowohl sehr positive wie auch in einem Ausmaß von ca. 25% unerwünscht belastende Erfahrungen gemacht haben. In geringerem Ausmaß (bei ca. 15% der Therapien) kommen auch negative und unerwünschte Ergebnisse vor. Ausbildungsbezogene Eigentherapien weisen in beiden Bereichen signifikant höhere Werte auf als nicht ausbildungsbezogene. In der abschließenden Diskussion werden Konsequenzen und Implikationen dieser Ergebnisse diskutiert.

Schlüsselwörter:
Selbsterfahrung, Eigentherapie, Lehrtherapie, Lehranalyse, Ausbildung, Evaluation, Psychotherapie.

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