Sozialpolitische Aspekte der Wege in die Psychotherapie

Elisabeth Jandl-Jager

Abstract


Wenn man von einer Public Health-Sichtweise der Wege in die Psychotherapie ausgeht, so fehlen in Österreich die politische Thematisierung von psychischer Gesundheit ebenso wie staatliche Pläne zur Erreichung derselben. Die institutionellen Strukturen für Psychotherapie, einem der Bereiche, der für die psychische Gesundheit der Bevölkerung herangezogen werden kann, zeigen teilweise ein nicht bedarfsgerechtes und nicht dem subjektiven Bedürfnis entsprechendes Angebot mit großen Unterschieden zwischen den Bundesländern, dem städtischen und dem ländlichen Raum und für Personen mit Bedarf nach spezialisierten Angeboten. Eine Programmplanung und Entwicklung für das gesamte Bundesgebiet ist ausständig. Tatsächlich sind je nach Bundesland unterschiedliche Modelle der Finanzierung von Psychotherapie derzeit üblich. Da der Bedarf an Psychotherapie weder insgesamt noch nach Therapiedauer bzw. Therapieform in Österreich erforscht wurde, scheint eine Planung der Angebote ebenfalls fragwürdig. Im Bereich der beruflichen Qualifikation und Ausbildung wurden durch das Psychotherapiegesetz sowie ergänzende Richtlinien klare Standards gesetzt.

Schlüsselwörter:
Sozialpolitik, Versorgung, Public Health, Österreich, Inanspruchnahme, Psychotherapiegesetz

 


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