Allgemeine und gemeinsame Aspekte kurztherapeutischer Interventionen in der Psychotherapie: Überblick

Anton-Rupert Laireiter

Abstract


Kurztherapie stellt einen eigenständigen und für viele menschliche Probleme geeigneten Ansatz der Psychotherapie dar, der in verschiedenen psychotherapeutischen Orientierungen und für verschiedene praxisrelevante Problemstellungen entwickelt worden ist. Die vorliegende Arbeit versucht nach der Erörterung begrifflicher und konzeptueller Aspekte allgemeine und gemeinsame Merkmale kurztherapeutischen Vorgehens in der Psychotherapie herauszuarbeiten. Dabei werden vor allem gemeinsame Grundannahmen und methodische Akzente analysiert, Indikationskriterien für kurztherapeutische Interventionen diskutiert und die wichtigsten allgemeinen Wirkfaktoren psychotherapeutischer Kurztherapien herausgearbeitet. Abschließend finden sich einige Anmerkungen zum Stand der Wirksamkeitsforschung. Den Ergebnissen dieser Forschung entsprechend dürften die Effekte von Kurztherapie relativ orientierungsunabhängig sein. Erstaunlich ist, daß sie sich in ihrem Ausmaß häufig kaum von denen langzeittherapeutischen Vorgehens unterscheiden. Besonders gut geeignet scheint Kurztherapie nach vorliegenden Befunden für die Behandlung mittelschwerer Probleme verschiedenster Art sowie für die Therapie (auch schwerer) Belastungsstörungen, Ängste und Trauerreaktionen zu sein. Weniger indiziert dürfte sie für die Behandlung schwerer psychischer Störungen, insbesondere von Persönlichkeitsstörungen, Psychosen und stoffgebundenen Abhängigkeiten, sein.

Schlüsselwörter:
Kurztherapie, Psychotherapie, Wirkfaktoren, Evaluation.

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