Verhaltenstherapeutische Behandlungsansätze nach Amputationen. Schwerpunkt: Phantomschmerz

Ingeborg Pucher

Abstract


In der vorliegenden Arbeit wird ein Überblick über verhaltenstherapeutische bzw. verhaltensmedizinsche Behandlungsansätze zur Bewältigung von Amputationen gegeben, wobei besonderes Augenmerk auf die Beeinflussung quälender post-operativer Schmerzzustände in nicht mehr vorhandenen Körperteilen gelegt wird. Verhaltenstherapeutische Maßnahmen umfassen nach sorgfältiger Diagnostik; Selbstbeobachtungsverfahren, die Vermittlung von Informationen, die Förderung der Bewältigung des Verlustes, Wahrnehmungsübungen zur Förderung der subjektiven wie neuronalen Anpassung des Körperbildes, Schmerzverarbeitungstechniken, die Vermittlung von Angstbewältigungsstrategien sowie Entspannungsmethoden. Die Veränderungen, die sich nach einer Amputation besonders im sozialen Bereich ergeben, werden ebenso ausführlich wie - im Problemfall - lösungsorientiert thematisiert. Ziel ist es, die notwendige Akzeptanz des Geschehenen zu fördern, die Bewältigung des Verlustes zu ermöglichen, das neue Körperbild sowohl subjektiv wie neuronal zu realisieren, vielfältigste Ängste abzubauen, zu entlasten, zu stützen, Schmerzzustände abzubauen bzw. zu verringern und die Patienten - unter Berücksichtigung ihrer Ressourcen - zu ermutigen, eine für sie zufriedenstellende und sinnvolle Lebensperspektive zu entwickeln.

Schlüsselwörter:
Amputation, Phantomschmerz, Verhaltenstherapie, Verhaltensmedizin.


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