Kritik, Bedeutung und Stellenwert der Selbsterfahrung in Logotherapie und Existenzanalyse

Alfried Längle

Abstract


Das Thema Selbsterfahrung war in den letzten Jahren Anlaß für starke Kontroversen und Grund für eine Spaltung in der Existenzanalyse und Logotherapie. Die Position Frankls gegen die Selbsterfahrung bezieht sich auf anthropologische Gründe (Personbegriff), von der Sinnlehre abgeleitete und erkenntnistheoretische Gründe. Trotz theoretischer Ablehnung der Selbsterfahrung haben Schüler Frankls mit seinem Einverständnis ein „Selbsterfahrungsäquivalent “ entwickelt, das mit der Logotherapie vereinbar ist.

Einen anderen Weg ging die in Wien ansässige internationale Gesellschaft (GLE). Durch die Weiterentwicklung der Frankl'schen Existenzanalyse (Personbegriff, Existenzverständnis, Methodik) hat sich die Selbsterfahrung inhaltlich, methodisch und praktisch als notwendig für die Ausbildung erwiesen. Die theoretische Begründung auf anthropologischer, existentieller und methodischer Ebene wird dargestellt, Inhalt und Form der Selbsterfahrung vorgestellt. Eine kurze Kritik und der Hinweis auf nötige Weiterentwicklungen schließen die Arbeit.

Schlüsselwörter:
Selbsterfahrung, Existenzanalyse, Logotherapie, Person, Existenz, Phänomenologie.

 


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