Das „erfahrbare" Selbst: Reflexionen zu einer Möglichkeit der psychologischen Abbildung individueller Selbstvorstellungen

Britta Musiol, Günter Herzog

Abstract


Handlungsrelevante Einstellungen, subjektive Theorien und Werthaltungen des Therapeuten spielen eine wichtige Rolle im therapeutischen Prozeß. In den meisten psychotherapeutischen Schulen versucht man über die Selbsterfahrung im Rahmen der Ausbildung darauf einzuwirken. Die Selbstkonzeptforschung, die diese Kognitionen zu beschreiben versucht, bietet einen bisher kaum genützten Zugang zu diesem Thema. Diese Arbeit beleuchtet einige Befunde. der Selbstkonzeptforschung auf das Anliegen hin, inwieweit sie für den theoretischen und praktischen Zugang in dieser Frage geeignet erscheinen.

Ein konstruktivistischer, individuumszentrierter Forschungsansatz wird in der Form des idiographische Verfahrens „Selbstkonzept-Gitter“ von Orlik (1979, 1982) vorgestellt. Anhand zweier Einzelfallbeispiele einer als Pilotstudie gedachten psychologischen Untersuchung wird der Vorteil dieser Zugangsweise in Hinblick auf

•    die Abbildung von Selbst-Kognitionen,

•    die Dokumentation der Wirksamkeit von Selbsterfahrung und

•    therapieschulenübergreifende Anwendungsmöglichkeiten diskutiert.

Schlüsselwörter:
Selbsterfahrung, Psychotherapie, Kognitionen, Selbstkonzept.

 


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